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-kwo-
Schöppingen/Enschede. "Europa kommt - gehen wir hin"
steht auf dem Euregio-Pass, den 25 Schülerinnen und Schüler der
achten Klassen der Kardinal-von-Galen-Schule seit einem Jahr stolz
im Portemonnaie tragen. In diesem Pass ist das deutsch-niederländische
Schulprojekt "Euregionale Berufsausbildung ist grenzenlos"
dokumentiert, an dem sie zusammen mit ihren Partnerschülem der
Wooldrikspark-Schule in Enschede teilgenommen haben.

Einen
Tag lang besuchten die Schüler aus Enschede ihre Schöppinger
"Kollegen" und schauten ihnen bei der Arbeit zu.
Unlängst
besuchten die niederländischen Schüler aus Enschede für einenTag
ihre Schöppinger „Kollegen“ in ihren jeweiligen
Praktikumsbetrieben und fanden das höchst spannend, denn in den
Niederlanden gibt es keine Praktika im allgemeinen Schulbetrieb. Dafür
wechseln die niederländischen Schüler nach der achten Klasse auf
spezielle „Berufsschulen“, in die Ausbildungsbetriebe quasi
„eingebaut“ sind. „Eine solche Schule haben die Schöppinger
und Enscheder Schüler des Projektes bereits im April zusammen in
Enschede besichtigt“, berichten Harald Hausmann und Karl-Bernd
Langhorst, die das Projekt an der Kardianl-von-Galen-Schule
koordinieren und betreuen.
Die
Aktion „Euregionale Berufsbildung ist grenzenlos“, an der außerdem
Hauptschulen aus Metelen, Steinfurt, Stadtlohn und Ibbenbüren
teilnehmen, wird von einem deutsch-niederländischen Projektbüro
organisiert und der Enscheder Universität wissenschaftlich
begleitet. Es ist auf zwei Jahre angelegt. Während dieser Zeit
sollen via Schulpartnerschaften zwei Jahrgänge nacheinander die
Berufsausbildung im Nachbarland und die Nachbarn selbst besser
kennenlernen.

Nicht
nur das Büro, auch die Kfz-Werkstatt hatten sich manche
Praktikanten ausgesucht, um Berufsluft zu schnuppern.
Das
erste Jahr ist nun um und der erste Jahrgang durch: Was mit
E-Mail-Partnerschaften über den Schulserver begann, ist in vielen Fällen
zu persönlichen Freundschaften zwischen deutschen und niederländischen
Schülern gereift.
„Wir
sind sehr zufrieden mit dem Projektverlauf“, berichtet Langhorst.
Es habe eine gute Kooperation mit allen gegeben. Lediglich
Sprachbarrieren zwischen den Schülern hätten zuweilen
Schwierigkeiten bereitet. „Wir würden uns eine
Sprachassistentin für den zweiten Abschnitt des Projektes wünschen,
so dass unsere Schüler zumindest einen niedeländischen Crashkurs
bekommen“ ergänzt Hausmann.
Ob
die Schöppinger Schüler sich nun vorstellen können, später in
den Niederlanden zu arbeiten, wissen sie noch nicht. Kennengelernt
haben sie zumindest das Ausbildungssysten der Nachbarn. „Bisher
haben mehr Niederländer in Deutschland einen Arbeitsplatz als
Deutsche in den Niederlanden – vielleicht wird sich das ja durch
solche Projekte in ein paar Jahren ändern“, so Langhorst.
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