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der Euregio abgeschlossen - Auch Schüler aus Epe und
Schöppingen machten mit |
-mb-
Gronau-Epe/Schöppingen/Enschede. Für junge Menschen
ist es heutzutage mehr denn je notwendig, über den Tellerrand
zu schauen, wenn sie einen Beruf finden wollen. Der Tellerrand
fällt in der Region mit der Grenze zu den Niederlanden
zusammen. In einem dreijährigen Projekt haben acht Schulen
aus dem deutschen Grenzgebiet gemeinsam mit verschiedenen
Abteilungen des Stedelijk Lyceum in Enschede
Unterrichtsmaterial und Verfahrensweisen entwickelt, die die
Schüler dazu befähigen soll.
Euregional Berufswahlvorbereitung ist grenzenlos, lautet der
Titel des Programms, das die EU über Interreg-Mittel mit gut
370000 Euro förderte. Gestern fand in Enschede die
Abschlusskonferenz statt. Auch die Hauptschule Epe und die
Kardinal-von-Galen-Schule in Schöppingen waren am Projekt
beteiligt.
Die Austausch- und Projektprogramme kulminierten in
Geschichten aus dem Klassenzimmer. Martina John von der
Hauptschule Epe und Rita Esseling vom Lyceum erzählten über
ihre Erfahrungen. Ersten E-Mail-Kontakten folgte eine
gemeinsame Radtour, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Die
Eper Schüler wurden mit der Begegnungssprache vertraut
gemacht. Aber ganz konkret. Zum Beispiel beim Thema: Dem
Nachbarn in den Kochtopf geschaut. Dabei ging es darum, eine
Mahlzeit vorzubereiten - auf Niederländisch. Die Schüler
stellten ein spezielle Projektwörterbuch zusammen.
Während der Projekttage besuchten sich die Klassen
gegenseitig, die Schüler kundschafteten aus, wie Schule im
Nachbarland funktioniert.
Ein wesentlicher Punkt war die Berufswahlvorbereitung, in
deren Rahmen auch Betriebe besucht wurden. Mit Erfolg: Einen
Jugendlichen aus Enschede hätte der Personalleiter der
Gronauer Sparkasse am liebsten gleich dabehalten.
Dass die grenzüberschreitende Verständigung sofort und
reibungslos geklappt hätte, kann man nicht behaupten. Zunächst
irritierten deutsche Schüler die Niederländer mit Fragen
nach Drogen. Die Gruppen mischten sich nur zögernd. Die
Chemie stimmte nicht. Ein niederländischer Schüler gab zu:
Wir haben echt gegen das nächste Treffen angesehen. Doch bei
der dritten Zusammenkunft war das Eis gebrochen. Die
deutsch-niederländische Zusammenarbeit klappte immer besser.
Ein anderes Teilprojekt beschäftigte sich mit der Frage, wie
Schüler motiviert werden können, die andere Sprache zu
lernen. Die Enscheder Methode nimmt das Berufsinteresse der
Schüler als Ausgangspunkt. Über praktische Aufgaben - z.B.
das Verfassen eines Lebenslaufs in beiden Sprachen - wird die
sprachliche Kompetenz gesteigert. Auch in diesem Projekt gehören
Kontakte zu Schülern auf der anderen Seite der Grenze zum
Programm.
Die während des Projektes entwickelten Lerninhalte und
Materialien wurden auf einer CD-ROM zusammengefasst, die
anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden.
 
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