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WN vom 28.Mai 2002 Schüler hangeln sich durch den Alltag Neue Kletterwand an der Hauptschule
-db- Schöppingen. Sich durch den Schulalltag zu hangeln, ist für viele Schüler nichts Neues. Jetzt können sie es im wahrsten Sinne des Wortes, und haben dazu sogar noch den Segen der Schulleitung. Auf 13 Metern Länge hat die Kardinal‑von‑Galen-Schule eine Kletterwand installiert. Maximal 2,60 Meter hoch, sind die eher unscheinbar wirkenden grünen und schwarzen Kunststoffteile an einer Wand der Turnhalle angedübelt. Grün für den etwas leichtern, schwarz für den schwierigeren Kletterparcours. Während eine Fachfirma aus Münster die Kletterteile geliefert und montiert hat, übernahm die Gemeinde als Schulträger die Aufgabe, das Gelände rund um die Kletterwand anzulegen und so zu gestalten, dass den Mädchen und Jungen selbst bei einem Sturz keine ernsthaften Verletzungen drohen. "Die gelungene Zusammenarbeit von Schulgemeinde einerseits und Schulträger andererseits finde ich besonders toll", sagte Schulleiter Harald Hausmann im Gespräch mit den WN. Auch finanziell war die Kletterwand für Schule und Gemeinde eine günstige Angelegenheit: sämtliche Teile, die für den Kletterspaß im Flachland benötigt wurden, konnten von dem Geld gekauft werden, das beim Schulfest im vergangenen Jahr eingenommen wurde. "Dabei war es überhaupt nicht Ziel und Zweck des Festes, einen hohen Gewinn zu erwirtschaften", erzählt Hausmann. Durch die Kaffee‑ und Kuchenspenden vieler Eltern sei am Ende allerdings so viel Geld zusammengekommen, dass die Schule die Kletterwand kaufen konnte. In einer konzertierten Aktion von Hausmeister, Bauhof und Fachfirma konnte in einer Ecke des Schulhofes nahe des Gartens die neue Kletterwand angebracht werden. Um die Kletterecke herum haben die Bauhofmitarbeiter einen Zaun gesetzt; dadurch will die Schule verhindern, dass sich die Mädchen und jungen in den Pausen unbeaufsichtigt und auf eigene Faust die Turnhallenwand erklimmen. Noch dürfen sich die Schüler nämlich nur im Unterricht am Klettergerät üben; demnächst sollen dann kleine Gruppen unter Aufsicht in den Pausen auf Klettertour gehen.
Immer an der Wand entlang: Aus unscheinbaren Kunststoffteilen ist an der Turnhallenwand ein 13 Meter langer Kletterparcours entstanden. |